VERSÖHNUNGSFAHRT UKRAINE 2004



 

   Eine europäische Versöhnungsfahrt

Zwei Enkel von deutschen Vertriebenen aus der Grafschaft Glatz in Schlesien haben deutsche Vertriebene aus der Grafschaft Glatz sowie deren heutigen polnischen Bewohner – selbst vertrieben aus der heutigen Ukraine - zusammengebracht, um gemeinsam in die ehemalige Heimat der Polen zu fahren. Das Projekt fand vom 26.September 2004 bis zum 06.Oktober 2004 statt und wurde von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sowie von dem Versöhnungsfonds der Katholischen Kirche in Deutschland unterstützt.

Es wurden bewusst in der Öffentlichkeit stehende Persönlichkeiten eingeladen, um einen produktiven Umgang der Themen zu gewährleisten sowie eine Multiplikatorwirkung zu erreichen. Zu den Teilnehmern zählten unter anderem der langjährige Chefredakteur der Rheinischen Post Dr. Sobotta, der Moraltheologe Prof. Gründel, der Leiter des Polnischen Instituts in Leipzig Dr. Woycicki sowie der Direktor des Instituts für Kirchengeschichte der Ukrainisch-unierten Kirche in Lemberg Dr. Turij.

Was auf diesem Projekt erreicht wurde, übertraf die Erwartungen aller. Alleine durch die Tatsache, dass die deutschen, polnischen und ukrainischen Teilnehmer gemeinsam im Bus fuhren und gemeinsam im Hotel übernachteten, schuf eine beeindruckende Atmosphäre. Die in der Vergangenheit so häufig trennende Themen wie die Vertreibung konnten plötzlich unter Freunden besprochen werden.

Dieses Projekt ist ein Meilenstein in der deutsch-polnischen Geschichte in der Grafschaft Glatz. Durch Veröffentlichungen in Printmedien sowie durch öffentliches Vorstellen des Projektes sollen die Erfahrungen und Ergebnisse einem breiteren Publikum vorgestellt werden, und somit nicht nur der deutsch-polnischen, sondern der gesamt-europäischen Verständigung dienen.


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