| EHEMALIGE GRUNDLINIEN DER JUNGEN GRAFSCHAFT |
Grundlinien 1991 - 1998
Die Junge Grafschaft entstand nach Krieg und Vertreibung.
Der gemeinsame Glaube, das gemeinsame kulturelle Erbe und das gemeinsame
Schicksal führten die katholische Jugend der Grafschaft Glatz zusammen.
Die Gemeinschaft will jungen Menschen helfen, ihre Aufgabe in Kirche, Staat und
Gesellschaft als mündige Christen zu erkennen und zu erfüllen.
Die Grafschaft Glatz ist nicht mehr unser aller Heimat. Für viele von uns ist
die Bundesrepublik Deutschland, sind die Städte und Landschaften, wo wir geboren
und aufgewachsen sind, zur Heimat geworden. Gleichzeitig jedoch wird jeder
unbewusst oder bewusst durch seine Vorfahren geprägt. Deshalb ist es unserer
Gemeinschaft ein Anliegen, sich mit dem kulturellen Erbe der Grafschaft Glatz
auseinanderzusetzen und es weiterzugeben.
Die Junge Grafschaft will dazu beitragen, dass das Unrecht der Vertreibung
niemals in Vergessenheit gerät, damit sich gleiches nicht wiederholt. Unsere
Gemeinschaft bemüht sich um eine Verständigung unter den Völkern. Um dazu
beizutragen, suchen wir insbesondere den Dialog mit unseren osteuropäischen
Nachbarn. Wir sind bestrebt, unseren Beitrag zum Aufbau einer europäischen
Friedensordnung zu leisten, in der Grenzen nicht mehr trennen. Wir treten ein
für die Achtung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht der Völker.
Die Junge Grafschaft ist eine überregionale Aktionsgemeinschaft. Sie gehört der
"Aktion West-Ost im Bund der Deutsche Katholischen Jugend, Arbeitsgemeinschaft
für europäische Friedensfragen" an.
Unsere Gemeinschaft ist grundsätzlich für jeden jungen Menschen offen, der sich
ihr verbunden fühlt.
Hardehausen, Silvester 1991
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